Saint-Julien, Bordeaux
Bordeaux Klassifikation von 1855: Zweites Gewächs
Château Ducru-Beaucaillou, eines der renommiertesten Weingüter in der Appellation Saint-Julien in Bordeaux, ist bekannt für die Herstellung von Weinen von außergewöhnlicher Eleganz, Tiefe und Komplexität. Als Zweites Gewächs in der Bordeaux-Klassifikation von 1855 hat sich Ducru-Beaucaillou einen Ruf erworben, konstant Weine zu erzeugen, die selbst denen der Ersten Gewächse Konkurrenz machen. Der Name des Gutes, "Beaucaillou", bedeutet "schöne Kieselsteine", eine Anspielung auf die charakteristischen kiesigen Böden, die sein außergewöhnliches Terroir prägen.
Geschichte des Château Ducru-Beaucaillou
Die Geschichte des Château Ducru-Beaucaillou reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück, als das Gut unter dem Namen Beaucaillou gegründet wurde. Das Anwesen wurde 1795 von Bertrand Ducru erworben, der seinen Namen dem Château hinzufügte und so den Namen schuf, den wir heute kennen. Ducru trug maßgeblich dazu bei, die Qualität und den Ruf des Gutes zu steigern, und zum Zeitpunkt der Klassifikation von 1855 hatte sich Château Ducru-Beaucaillou bereits als einer der Top-Produzenten in Bordeaux etabliert.
Das Gut blieb bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie Ducru, bevor es an die Familie Desbarats und anschließend an verschiedene andere Eigentümer verkauft wurde. Im Jahr 1941 wurde das Gut von Francis Borie erworben, dessen Familie es noch heute besitzt. Unter der Leitung von Bruno Borie, der die Geschäftsführung 2003 übernahm, hat Château Ducru-Beaucaillou seinen Ruf weiter ausgebaut und produziert Weine, die von Kritikern und Sammlern gleichermaßen hoch gelobt werden.
Bruno Borie hat zahlreiche Innovationen auf dem Gut eingeführt, die sich auf Weinbergmanagement, Weinbereitungstechniken und Marketingstrategien konzentrieren und die Position von Ducru-Beaucaillou als eines der führenden Châteaux in Bordeaux weiter gefestigt haben. Das Château selbst, ein architektonisches Juwel mit Blick auf die Gironde-Mündung, ist ebenso ein Symbol für Eleganz wie die Weine, die es produziert.
Das Terroir des Château Ducru-Beaucaillou
Das Terroir des Château Ducru-Beaucaillou ist eines seiner prägendsten Merkmale und trägt zum einzigartigen Stil und zur Qualität seiner Weine bei. Die 75 Hektar Weinberge des Gutes liegen auf den feinsten kiesigen Böden von Saint-Julien, die aus tiefen Schichten von Günz-Kies, gemischt mit Lehm und Kalkstein, bestehen. Diese gut durchlässigen Böden sind ideal für den Anbau von Cabernet Sauvignon, der unter diesen Bedingungen hervorragend gedeiht und zur Struktur, Tiefe und dem Alterungspotenzial der Weine beiträgt.
Der Weinberg ist mit etwa 70 % Cabernet Sauvignon, 25 % Merlot und kleinen Mengen Petit Verdot und Cabernet Franc bepflanzt. Diese Mischung spiegelt das Engagement des Gutes wider, die Essenz seines Terroirs einzufangen, wobei Cabernet Sauvignon das Rückgrat des Weins bildet, Merlot Reichtum und Rundheit hinzufügt und die anderen Sorten aromatische Komplexität und Finesse beisteuern.
Die Nähe der Weinberge zur Gironde-Mündung schafft ein einzigartiges Mikroklima, das die Temperaturen moderiert und das Frostrisiko reduziert, was eine lange und gleichmäßige Vegetationsperiode gewährleistet. Diese Kombination aus kiesigen Böden und einem günstigen Mikroklima ermöglicht es Château Ducru-Beaucaillou, Weine zu produzieren, die sowohl kraftvoll als auch raffiniert sind und eine bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, über Jahrzehnte elegant zu reifen.
Weinbereitung auf Château Ducru-Beaucaillou
Die Weinbereitung auf Château Ducru-Beaucaillou ist ein akribischer Prozess, der Tradition mit moderner Innovation verbindet. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig sortiert, um sicherzustellen, dass nur die besten Früchte verwendet werden. Die Gärung erfolgt in einer Kombination aus Edelstahltanks und Betontanks, was eine präzise Kontrolle über die Extraktion von Aromen und Tanninen ermöglicht.
Die Weine reifen anschließend 18 bis 24 Monate in französischen Eichenfässern, wobei jährlich etwa 60 % bis 80 % neues Holz verwendet werden. Dieser Reifeprozess verstärkt die Komplexität und Tiefe der Weine, lässt die Tannine weicher werden und die Aromen harmonisch integrieren. Das Ergebnis ist ein Wein, der sowohl in seiner Jugend zugänglich ist als auch im Laufe der Zeit größere Komplexität und Nuancen entwickeln kann.




