Chateau Leoville Poyferre

Chateau Leoville PoyferreBordeaux, Frankreich

Saint-Julien, Bordeaux

Bordeaux 1855 Klassifikation: Deuxième Grand Cru Classé

Château Léoville Poyferré, eines der angesehensten Güter in der Appellation Saint-Julien in Bordeaux, ist ein Name, der für Exzellenz, Tradition und sorgfältige Weinbereitung steht. Als Teil des historischen Léoville-Gutes, das einst der größte Weinberg im Médoc war, teilt Léoville Poyferré ein reiches Erbe mit seinen Schwestergütern, Léoville Barton und Léoville Las Cases. Es hat sich jedoch eine eigene Identität als Produzent von Weinen geschaffen, die Kraft und Finesse vereinen und stets Auszeichnungen von Weinkritikern und Kennern gleichermaßen erhalten.

Die Geschichte des Château Léoville Poyferré reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als das Gut Léoville gegründet wurde. Das Gut blieb bis zur Französischen Revolution intakt, danach wurde es in drei Teile geteilt. Léoville Poyferré entstand 1840, als Baron Jean-Marie de Poyferré einen Teil des ursprünglichen Gutes erwarb. Der Name des Anwesens spiegelt diese Abstammung wider, indem er das historische "Léoville" mit dem Familiennamen des Barons verbindet.

Im Jahr 1855, während der berühmten Bordeaux-Klassifikation, wurde Château Léoville Poyferré als Deuxième Grand Cru Classé eingestuft, ein Beweis für seine Qualität und das Potenzial seines Terroirs. Im Laufe der Jahre wechselte das Gut mehrmals den Besitzer, doch erst als die Familie Cuvelier 1920 die Leitung übernahm, begann Léoville Poyferré zu seiner heutigen Bedeutung aufzusteigen. Die Cuveliers, ursprünglich Weinhändler aus Nordfrankreich, brachten eine tiefe Leidenschaft für Wein und ein Engagement für Exzellenz mit, das den Erfolg des Gutes im 20. und 21. Jahrhundert vorantreiben sollte.

Unter der Leitung von Didier Cuvelier, der 1979 die Verwaltung des Gutes übernahm, trat Léoville Poyferré in eine neue Ära der Qualität und Innovation ein. Didier investierte stark in die Weinberge und Weinherstellungsanlagen, führte moderne Techniken ein und respektierte gleichzeitig die traditionellen Praktiken, die den Charakter des Gutes prägen. Diese Bemühungen wurden mit Weinen belohnt, die für ihren Reichtum, ihre Komplexität und ihr Alterungspotenzial gelobt werden.

Das Terroir des Château Léoville Poyferré

Die Weinberge des Château Léoville Poyferré erstrecken sich über 80 Hektar und liegen hauptsächlich auf den kiesigen Böden, die typisch für Saint-Julien sind. Dieses Terroir ist ideal für den Anbau von Cabernet Sauvignon, der die Weinbergbepflanzung dominiert, zusammen mit Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc. Die kiesigen Böden, die reich an Mineralien und gut entwässert sind, tragen zur Struktur und Komplexität der Weine bei und ermöglichen es den Reben, tief zu wurzeln und konzentrierte Fruchtaromen zu entwickeln.

Das Gut profitiert von seiner Nähe zur Gironde-Mündung, die das lokale Klima mildert und das Frostrisiko reduziert. Dieses Mikroklima, kombiniert mit der einzigartigen Bodenzusammensetzung, schafft perfekte Bedingungen für die Herstellung von Weinen mit der Balance und Eleganz, die Kennzeichen von Saint-Julien sind. Die Anordnung des Weinbergs mit gut positionierten Hängen und Sonneneinstrahlung verbessert den Reifeprozess zusätzlich und stellt sicher, dass die Trauben optimale Reife erreichen.

Der Weinherstellungsprozess bei Léoville Poyferré ist eine Mischung aus Tradition und Moderne. Die Trauben werden sorgfältig von Hand geerntet und sortiert, bevor sie in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vergoren werden. Der Wein reift dann in französischen Eichenfässern, wobei jährlich etwa 75% neues Holz verwendet werden, um subtile Aromen zu verleihen und das Alterungspotenzial des Weins zu verbessern. Dieser sorgfältige Ansatz führt zu Weinen, die sowohl kraftvoll als auch raffiniert sind und jahrzehntelang anmutig altern können.

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