Château Haut-Bailly, im Herzen der Appellation Pessac-Léognan gelegen, ist ein historisches Weingut, das für die Herstellung von Weinen bekannt ist, die Kraft und Finesse nahtlos miteinander verbinden. Mit einer Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, gilt Haut-Bailly seit langem als eines der großen Güter Bordeaux', das konstant Weine kreiert, die das einzigartige Terroir der Graves-Region widerspiegeln. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Haut-Bailly einen Ruf für die Produktion von Weinen erarbeitet, die anmutig altern und eine bemerkenswerte Balance, Komplexität und Eleganz aufweisen.
Geschichte des Châteaus Haut-Bailly
Die Ursprünge des Châteaus Haut-Bailly lassen sich bis ins Jahr 1530 zurückverfolgen, als das Land erstmals von der Familie Goyanèche mit Reben bepflanzt wurde. Der Name des Guts leitet sich jedoch von seinem Besitzer aus dem 17. Jahrhundert, Firmin Le Bailly, ab, der eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des Rufs von Haut-Bailly als Spitzenweinproduzent spielte. Unter Le Baillys Besitz erlangten die Weine des Guts Anerkennung für ihre Qualität, und im 19. Jahrhundert wurden sie als einige der besten in Bordeaux gefeiert.
Im Jahr 1872 wurde Château Haut-Bailly von Alcide Bellot des Minières, einem Weinhändler, erworben, der den Ruf des Guts weiter steigerte. Des Minières führte mehrere Innovationen ein, darunter den Bau eines neuen Kellers und die Implementierung fortschrittlicher Weinbereitungstechniken. Seine Bemühungen festigten den Status von Haut-Bailly als eines der führenden Güter in Bordeaux.
Die moderne Ära des Châteaus Haut-Bailly begann 1998, als das Weingut vom amerikanischen Bankier Robert G. Wilmers gekauft wurde. Wilmers investierte zusammen mit seiner Frau Elisabeth stark sowohl in den Weinberg als auch in die Kellerei, um sicherzustellen, dass Haut-Bailly weiterhin Weine von höchstem Kaliber produzierte. Unter ihrer Eigentümerschaft wurde das Weingut umfassend renoviert, einschließlich des Baus einer hochmodernen Kellerei, die darauf ausgelegt ist, den Weinbereitungsprozess zu optimieren und gleichzeitig die traditionellen Methoden des Guts zu bewahren. Heute wird Château Haut-Bailly von Véronique Sanders, einer Nachfahrin eines früheren Besitzers, geleitet, die eine entscheidende Rolle bei der Pflege des Erbes des Guts spielt und es gleichzeitig in die Zukunft führt.
Das Terroir des Châteaus Haut-Bailly
Das Terroir des Châteaus Haut-Bailly ist eines seiner prägendsten Merkmale und trägt maßgeblich zur Qualität und zum Stil seiner Weine bei. Die 30 Hektar Weinberge des Guts liegen an den sanften Hängen der Appellation Pessac-Léognan, auf einer einzigartigen Kombination aus Kies-, Sand- und Lehmböden. Diese gut durchlässigen Böden sind ideal für den Anbau der klassischen Bordeaux-Rebsorten und besonders gut für Cabernet Sauvignon geeignet, der in den kiesigen Böden gedeiht und das Rückgrat der Weine von Haut-Bailly bildet.
Der Weinberg ist mit 60 % Cabernet Sauvignon, 34 % Merlot und 6 % Cabernet Franc bepflanzt. Diese Mischung spiegelt das Engagement des Guts wider, die Essenz seines Terroirs einzufangen, wobei Cabernet Sauvignon Struktur und Langlebigkeit verleiht, Merlot Fülle und Rundheit hinzufügt und Cabernet Franc aromatische Komplexität und Finesse beisteuert.
Die Lage des Guts innerhalb von Pessac-Léognan, nahe der Stadt Bordeaux, profitiert von einem gemäßigten Klima, das durch die nahegelegene Garonne gemildert wird. Dieses Mikroklima, kombiniert mit den gut durchlässigen Böden des Guts, sorgt dafür, dass die Trauben vollständig reifen und gleichzeitig ihre natürliche Säure bewahren, was zu Weinen führt, die sowohl kraftvoll als auch elegant sind und eine bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, über Jahrzehnte hinweg anmutig zu altern.
Weinbereitung auf Château Haut-Bailly
Die Weinbereitung auf Château Haut-Bailly ist ein akribischer Prozess, der Tradition ehrt und gleichzeitig moderne Innovationen aufgreift. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig sortiert, um sicherzustellen, dass nur die besten Früchte im Weinbereitungsprozess verwendet werden. Die Gärung findet in temperaturkontrollierten Edelstahltanks statt, was eine präzise Kontrolle über den Gärprozess ermöglicht und sicherstellt, dass die Weine ihre volle Bandbreite an Aromen und Tanninen entwickeln.
Die Weine reifen anschließend 16 bis 18 Monate in französischen Eichenfässern, wobei jährlich etwa 50 % neues Holz verwendet werden. Dieser Reifeprozess verstärkt die Komplexität und Tiefe der Weine, lässt die Tannine weicher werden und die Aromen harmonisch integrieren. Das Ergebnis ist ein Wein, der sowohl in seiner Jugend zugänglich ist als auch mit der Zeit größere Komplexität und Nuancen entwickeln kann.



