Saint-Julien, Bordeaux
Bordeaux Klassifikation von 1855: Viertes Gewächs
Château Branaire-Ducru, eingebettet im Herzen der Appellation Saint-Julien, ist ein angesehenes Weingut, das sich einen Ruf für die Herstellung von Weinen von bemerkenswerter Finesse, Ausgewogenheit und Tiefe erworben hat. Als Viertes Gewächs in der Bordeaux-Klassifikation von 1855 hat Branaire-Ducru stets Weine kreiert, die die Essenz seines Terroirs widerspiegeln und Kraft und Eleganz auf eine Weise verbinden, die es zu einem Favoriten unter Bordeaux-Liebhabern gemacht hat.
Geschichte des Château Branaire-Ducru
Die Geschichte des Château Branaire-Ducru reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als das Gut Teil des größeren Château Beychevelle war. Im Jahr 1680 erwarb Jean-Baptiste Braneyre, eine Schlüsselfigur in der Médoc-Region, das Land, das später zu Branaire-Ducru werden sollte. Braneyre erkannte das Potenzial der Kiesböden und pflanzte Weinberge an, die das Fundament des Erbes des Gutes bilden sollten.
Der Name des Gutes entwickelte sich im Laufe der Zeit, wobei "Ducru" im 19. Jahrhundert hinzugefügt wurde, nachdem das Anwesen von Gustave Ducru geerbt wurde. Die Familie Ducru spielte eine bedeutende Rolle bei der Steigerung des Ansehens des Gutes, indem sie sowohl in die Weinberge als auch in das Château selbst investierte. Doch erst im 20. Jahrhundert begann Château Branaire-Ducru wirklich zu florieren.
Im Jahr 1988 wurde das Gut von Patrick Maroteaux erworben, der ein Engagement für Qualität und eine Vision für die Zukunft mitbrachte. Unter Maroteaux' Führung wurde Branaire-Ducru umfassend renoviert, einschließlich der Modernisierung des Weinkellers und eines erneuten Fokus auf die Weinbergspflege. Diese Bemühungen haben sich ausgezahlt, und Branaire-Ducru gilt heute als einer der Top-Produzenten in Saint-Julien, der konstant Weine von außergewöhnlicher Qualität liefert.
Das Terroir des Château Branaire-Ducru
Das Terroir des Château Branaire-Ducru ist eines seiner prägendsten Merkmale und trägt maßgeblich zur Qualität und zum Stil seiner Weine bei. Die 60 Hektar Weinberge des Gutes liegen auf den feinsten kiesigen Böden von Saint-Julien, die aus tiefen Schichten von Kies, gemischt mit Lehm und Sand, bestehen. Diese gut durchlässigen Böden sind ideal für den Anbau von Cabernet Sauvignon, der dominanten Rebsorte bei Branaire-Ducru, die unter diesen Bedingungen hervorragend gedeiht und zur Struktur, Tiefe und zum Alterungspotenzial der Weine beiträgt.
Der Weinberg ist mit etwa 70% Cabernet Sauvignon, 22% Merlot, 5% Petit Verdot und 3% Cabernet Franc bepflanzt. Diese Mischung spiegelt das Engagement des Gutes wider, die einzigartigen Qualitäten seines Terroirs einzufangen, wobei Cabernet Sauvignon das Rückgrat des Weins bildet, Merlot Fülle und Rundheit hinzufügt und Petit Verdot und Cabernet Franc aromatische Komplexität und Würze beisteuern.
Das Gut profitiert von seiner Lage in Saint-Julien, wo das Klima durch die Nähe zur Gironde-Mündung gemildert wird. Dieses Mikroklima hilft, die Temperaturen zu moderieren und das Frostrisiko zu reduzieren, was eine lange und gleichmäßige Vegetationsperiode gewährleistet. Die Kombination dieser Faktoren ermöglicht es Château Branaire-Ducru, Weine zu produzieren, die sowohl kraftvoll als auch raffiniert sind und eine bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, über Jahrzehnte elegant zu altern.
Weinbereitung im Château Branaire-Ducru
Die Weinbereitung im Château Branaire-Ducru ist ein akribischer Prozess, der Tradition ehrt und gleichzeitig moderne Innovationen aufgreift. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig sortiert, um sicherzustellen, dass nur die besten Früchte im Weinbereitungsprozess verwendet werden. Die Gärung findet in einer Kombination aus temperaturkontrollierten Edelstahltanks und Betonbehältern statt, was eine präzise Kontrolle über den Gärprozess und eine sanfte Extraktion der Tannine ermöglicht.
Die Weine reifen anschließend 16 bis 20 Monate in französischen Eichenfässern, wobei jährlich etwa 60% neue Eiche verwendet werden. Dieser Reifeprozess verstärkt die Komplexität und Tiefe der Weine, lässt die Tannine weicher werden und die Aromen harmonisch integrieren. Das Ergebnis ist ein Wein, der sowohl in seiner Jugend zugänglich ist als auch im Laufe der Zeit größere Komplexität und Nuancen entwickeln kann.


